Die Evolution des iWT

Die Evolution des iWT

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Die Evolution des iWT

Dieses neueste Buch von GM Kernspecht aus dem EWTO-Verlag ermöglicht es allen treuen Followern und vor allem auch denen, die bisher noch nicht auf Twitter die Entwicklung des Inneren WingTsun verfolgt haben, diesen Prozess chronologisch von den Anfängen bis Mitte des Jahres 2014 nachzulesen. Eine Fortsetzung mit den Tweets ab Juli 2014 wird folgen. Wer übrigens auf dem Laufenden bleiben und die Evolution des iWT zeitnah mitverfolgen will, ist gut beraten, sich als Follower von @GM_Kernspecht anzumelden.
Hier nun als kleiner Einstieg das Vorwort des ersten Bandes:

Einmal von der Tradition zur Moderne und zurück

Althergebrachtes mit neuem Wissen zu vereinigen, war und ist eines der Grundprinzipien, nach denen Großmeister Kernspecht die Kunst des Kämpfens – insbesondere in Form des WingTsun – seit über einem halben Jahrhundert erforscht.

Mit dem vorliegenden ersten Band einer geplanten Reihe nimmt dieser Grundsatz auch formal Gestalt an. Seine Publikationen in einem der jüngsten Medien überhaupt – seine „Tweets“ bei „Twitter“ – fasst Großmeister Kernspecht in einem der traditionellsten Medien zusammen: einem Buch.

Dabei geht es ihm wie in den Kampfkünsten nicht um die Kunst um der Kunst willen. Vielmehr will er das Beste aus verschiedenen Welten vereinen: Die Unmittelbarkeit von Twitter mit der Übersichtlichkeit eines Buches, Tagesaktualität mit historischem Rückblick, Online-Geschwindigkeit mit Offline-Beständigkeit.

Mit Beginn seiner Verbreitung im Westen seit Mitte der 1970er Jahre wird WingTsun den sogenannten „inneren“ KungFu-Stilen zugeordnet. Allerdings wurde der inhaltlichen Herkunft des Stils jenseits der Lehre des WingTsun-Großmeisters Yip Man wenig Beachtung geschenkt. Schließlich hatte dieser seinem letzten Schüler Leung Ting ein geniales Kampfkunstsystem überliefert, der dieses wiederum durch ausgefeilte Unterrichtsprogramme für große Gruppen unterrichtbar machte.

Nachdem Sifu Kernspecht von seinem Lehrer das gesamte System erlernt hatte und im Jahre 2000 selbst zum Großmeister ernannt worden war, machte er sich – wie bereits sein Lehrer vor ihm – daran, die Wurzeln des ­WingTsun eingehender zu ergründen.

Im Laufe seiner Forschungen blickte er weit über den Tellerrand seines eigenen Stiles hinaus. Er bezog nicht nur andere KungFu-Stile in seine Untersuchungen ein, sondern auch Kampfkünste jüngerer und älterer Epochen und verschiedener Kulturkreise. Er berücksichtigte die Erkenntnisse von Bewegungsforschern wie Moshé Feldenkrais, Ida Rolf, Heinrich Jacoby, Elsa Gindler, Charlotte Selver, Thomas Hanna oder Salomon Stricker ebenso wie Forschungsergebnisse der modernen Sport- und Bewegungswissenschaften. Auch psychologische und philosophische Aspekte (z.B. Gottlob Frege, Viktor von Weizsäcker) waren ein wichtiger Teil seiner Arbeiten.

Über seine eigene Habilitation – im Bulgarischen „große Promotion“ genannt – an der Universität Plovdiv kam Prof. Dr. Kernspecht schließlich in Kontakt mit Prof. Dr. Horst Tiwald, Professor im Fachbereich Sportwissenschaften an der Universität Hamburg von 1973 bis zu seiner Emeritierung 2003. Im Rahmen seines von ihm aufgebauten Forschungsbereiches „Transkulturelle Bewegungsforschung“ richtete Prof. Tiwald seine Gedanken stark auf den kulturellen Dialog mit China aus. Besonderes Interesse zeigte er dabei für Kampfkünste und Chan-Buddhismus.

Im intensiven Austausch mit Prof. Tiwald wandte Prof. Kernspecht sich in seinen Forschungsarbeiten den traditionellen „inneren“ Kampfkunststilen – wie Pakua, Hsing-I, TaiChi u.a. – zu und begann, diese eingehend zu studieren.

Nach und nach entdeckte er die ursprünglichen philosophischen Ideen und Bewegungskonzepte, aus denen das „moderne“ WingTsun entwickelt wurde. Die neu gewonnenen Erkenntnisse versetzten ihn in die Lage, die Bewegungsprinzipien, Lern- und Trainingsmethoden und Kampfstrategien des WingTsun in einem größeren Gesamtzusammenhang einordnen und seinen Schülern erklären zu können. Das „Innere WingTsun“ – kurz iWT – war geboren.

Von Anfang an teilte Großmeister Keith R. Kernspecht unter @GM_Kernspecht seinen Schülern die jüngsten Forschungsergebnisse zum Inneren WingTsun per Twitter mit. Die Beschränkung auf eine bestimmte Zeichenzahl pro Tweet nutzte er, um seine Gedanken präzise zu formulieren, die „sozialen“ Eigenschaften des Mediums, um sich so gut wie unmittelbar mit den Lernenden austauschen zu können. Vor allem Letzteres ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil von Twitter.

Denn genau so wichtig wie der direkte praktische Unterricht durch einen erfahrenden Lehrer, der dem Schüler den richtigen „Touch“ weitergibt, ist beim Studium des Inneren WingTsun das Verständnis der umfassenden Theorie. Wie viele Fragen dabei aufkommen können, davon weiß jeder ein Lied zu singen, der begonnen hat, sich auf dieses Studium einzulassen.

Der erste Band der Reihe „Die Evolution des iWT“ zur Entwicklung des Inneren WingTsun umfasst eine Auswahl der wichtigsten Tweets von 2012 bis Mitte 2014. Die nachträgliche Kommentierung des damaligen Forschungsstandes aus heutiger Sicht durch Großmeister Kernspecht (im Text grün markiert) ist dabei sowohl für den historisch interessierten Leser wie auch für den aktiven iWT-ler besonders interessant.

Markus Senft

Daten zum ersten Band der Reihe „Die Evolution des iWT“, der in einer limitierten Auflage erscheint:

116 Seiten, DIN A4,
EWTO-Verlag, 1. Auflage Mai 2016

Achtung limitierte Auflage!

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